Alle zwei Jahre ist es nun bereits eine gute Tradition, dass der Jodlerklub in Tegerfelden zu Gast ist in einem Gottesdienst.
Neu war am Sonntag, den 18.10, dass Marija Runje die Leitung innehatte und Pius Bessire sich zu den anderen Sängerinnen und Sängern gesellte. Dafür spielte er zu Beginn und am Ende das Alphorn, was sehr eindrücklich wirkte.
Der Jodlerklub sang Lieder wie Z’friede si/Herrgott, mir stöhnd vor Dir!/ Dir Herr!/ Üse Vater/ Heb Vertruiwe und Mit Dym Säge.
Jodeln geht zu Herzen und so war das Thema des Gottesdienstes auch: Mit Herz und Mund
Dazu hatte Bernhard Wintzer passend die Bibelstelle aus Matthäus 12,34 ausgesucht.
Sie kann unterschiedlich übersetzt werden, wie Elisabeth Heuberger als Lektorin zeigte, etwa:
Spricht doch der Mund nur aus, wovon das Herz überquillt, nach der Neuen Zürcher Übersetzung.
Sie las auch einen Text vor von Martin Luther aus seinem «Sendbrief vom Dolmetschen», worin er seine Übersetzung der Stelle erklärt: Wes des Herz voll ist, des gehet der Mund über.
Pfarrer Bernhard Wintzer ging in seiner Predigt darauf ein, dass sowohl beim Jodeln als auch bei der Bibelübersetzung Botschaften transportiert werden, die tief aus dem Herzen kommen. Der Gottesdienst klang aus mit einem besonderen Apéro, bei dem auch weiter gejodelt wurde. Ein besonderer Dank geht dabei in ökumenischer Weite an Beata Dobsovic und Mimi Stankovic, beide von Haus aus katholisch mit grossem Bezug zur katholischen Gemeinde in Unterendingen. Sie richteten den Apéro aus für alle, wobei der feine Wein sogar aus dem Haus Dobsovic stammt, denn der Ehemann von Beata ist von Haus aus Wintzer und sie haben ein kleines Weingut in Mandach.
Vielen Dank an alle, die gekommen sind, vor allem auch an den Jodlerklub sowie an Elisabeth Heuberger und an Sigristin Wiedemeier, die wieder einmal einen sehr schönen Blumenstrauss gestaltet hatte, auch mit Blumen aus dem Pfarrgarten. So konnte man dann anschliessend, hoffentlich gestärkt an Leib, Herz und Seele, den Weg nach Hause antreten.
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