Geschichte

Seit 1529 finden in Tegerfelden reformierte Gottesdienste statt, anfänglich in einer Kapelle, welche mit den Katholiken geteilt wurde. Diese wurde Mitte des 17. Jahrhunderts abgerissen und durch die heutige Kirche (Einweihung 1664) ersetzt. Dieses Datum gilt auch als Gründung einer eigenen reformierten Kirchgemeinde.

Kircheninnenraum, Chor

Einziger Überrest im Kircheninnern aus der alten Kirche dürften fünf beim Kirchenbau gestiftete Kabinettscheiben sein. Diese Scheiben stehen heute unter Denkmalschutz. Eine grosse Innenrenovation wurde in den Jahren 1956/57 durchgeführt. Zehn Jahre später kam die Kirche mit den vier Evangelisten – Plastiken von Peter Hächler, Lenzburg – zu ihrem prägenden Kirchenschmuck.

Eine Aussenrenovation wurde letztmals 1999 vorgenommen, 2011 erfuhr die Kirche mit Hilfe von rund 30 Freiwilligen eine weitere, sanfte Innenrenovation.

2014 wurde das Pfarrhaus renoviert (Aussenfassade, Heizung und Küche im KGS). Mit der hellgelben Farbe wird es seither als freundlicher, einladender Lichtpunkt an der Strasse wahrgenommen.

2014 wurde das 350. Jubiläum der Kirche unter dem Motto “Chile und meh” gefeiert. Anlässlich dieser Feier wurde eine Festschrift erstellt, die die Geschichte der Kirche erzählt, Gegenwärtiges beschreibt und über die Zukunft nachdenkt. Entstanden ist eine gut lesbare Broschüre mit Interviews und vielen Bildern, siehe unten.

Seit dem Karfreitagsgottesdienst 2016 hängt links des Torbogens das Bild mit dem Titel «Ort» (2011) von Anita Sieber Hagenbach aus Unterendingen.

Zum Jahreswechsel 2020/2021 wird der Name von «Reformierte Kirchgemeinde Tegerfelden» in «Reformierte Kirche Surbtal» verändert. Die Namensänderung soll ausdrücken, dass «Kirche» mehr ist als ein Gebäude. Dass «Kirche» eine Gemeinschaft ist, die für alle Reformierten aus der Surbtal-Region da ist.

Mit dem Namenswechsel wird auch ein neues Signet in Kraft gesetzt. In Farbe und Schrift sollen die Reformierten im Kanton auf einen Blick erkennbar sein. Das bisherige Bildelement wird integriert. Das Blau steht für die Surb, die durch die Region fliesst und sie bewässert; die vier Flächen symbolisieren die zur Kirche gehörigen politischen Gemeinden. Das Kreuz verbindet, ragt über die Flächen hinaus und weist auf die Zusammengehörigkeit mit der weltweiten christlichen Gemeinde hin.

Die Reformierte Kirche Surbtal setzt sich aus den Reformierten der Gemeinden Baldingen, Endingen, Lengnau und Tegerfelden zusammen und umfasst aktuell rund 1600 Mitglieder.

Weitere Informationen zur Geschichte der Reformierten Kirche Surbtal sind unter https://www.ref-kirchen-ag.ch/kirchen/tegerfelden zu finden.